Partnerschaftskomitee Givry-Oppenheim + A2c / Vortrag von Dr. Andrea Fochesato, Leiter des archäologischen Forschungsprogramms in Bibracte
Partnerschaftskomitee Givry-Oppenheim + A2c / Vortrag von Dr. Andrea Fochesato, Leiter des archäologischen Forschungsprogramms von Bibracte.
Dieser Vortrag wurde durch die Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds ermöglicht.
Man pflegt zu sagen, dass Bibracte eine gallische Stadt unter dem Wald ist.
Inmitten eines 1000 Hektar großen Waldes schmiegt sich eine Stadt, die in der entscheidenden Zeit der Eroberung Galliens durch die Römer zwischen 5 und 10.000 Einwohner beherbergte. Eine kurzlebige Stadt, Hauptstadt des mächtigen Volkes der Eduen, die im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. ein erstklassiges Handwerks-, Handels- und Politikzentrum war und Vercingetorix und Julius Cäsar vorbeiziehen sah.
Dank der Ausgrabungen, die seit 40 Jahren an diesem Ort durchgeführt werden, kann man anhand der Bräuche, der Alltagsgegenstände und der Architektur von Bibracte die Veränderungen beobachten, die im Laufe des Jahrhunderts unter dem Einfluss der römischen Kultur das gallische Oppidum in eine gallorömische Stadt verwandeln. Dieselben Veränderungen, die später zur Gründung von Autun, Augustodunum, der neuen römischen Hauptstadt der Eduer, führen, die das alte Oppidum ersetzt.
Bibracte zeugt also mit seinen Überresten von diesem Prozess der Integration Galliens in die römische politische und kulturelle Sphäre, der in der Errichtung des Limes am Rhein, der neuen Grenze des Imperiums, im folgenden Jahrhundert gipfelte.
