"Dieses Jahrhundert war zwei Jahre alt! (...) Dann wurde in Besançon, einer alten spanischen Stadt, (...) aus bretonischem und zugleich lothringischem Blut ein Kind ohne Farbe, ohne Blick und ohne Stimme geboren. (...) Dieses Kind (...) bin ich." Victor Hugo (1802-1885) ist einer der Giganten der französischen Literatur. Gedichte, Theaterstücke, Romane, Essays - alle Bereiche des Schreibens wurden von ihm mit einer manchmal verwirrenden Leichtigkeit erforscht.
Hugos Neigung zum Zeichnen ist wahrscheinlich weniger bekannt. Dabei interessierte er sich schon sehr früh für diese Kunst, zunächst um Alltagserinnerungen festzuhalten oder um "Notizen" zu machen, die ihm bei seinem literarischen Schaffen helfen konnten. Doch schon bald wurde die zeichnerische Arbeit zu einer eigenständigen, unabhängigen Kreation, die seine Schriften begleiten, seine Überzeugungen zum Ausdruck bringen und seine Vorstellungskraft entwickeln konnte.
Für den Autor von Notre-Dame de Paris musste das Mittelalter natürlich eine große Inspiration sein. In seinem Werk finden sich spektakuläre, massive und hagere Burgen, Städte mit verwinkelten Straßen, Glockentürmen und Türmen, düstere und seltsame Ruinen sowie fantastische und furchterregende Kreaturen.
Um diese Epoche, zu deren Wiederentdeckung nach zwei Jahrhunderten des Schweigens er und einige andere beitrugen, wiederzugeben, verwendete Hugo eine düstere Malweise, in der er Tusche, Kohle und schwarze Bleistifte mischte, und verlieh seinen Kompositionen jenes geheimnisvolle, unheimliche und poetische Aussehen, das romantischen Gemütern gut zu Gesicht stand.
Hugos Neigung zum Zeichnen ist wahrscheinlich weniger bekannt. Dabei interessierte er sich schon sehr früh für diese Kunst, zunächst um Alltagserinnerungen festzuhalten oder um "Notizen" zu machen, die ihm bei seinem literarischen Schaffen helfen konnten. Doch schon bald wurde die zeichnerische Arbeit zu einer eigenständigen, unabhängigen Kreation, die seine Schriften begleiten, seine Überzeugungen zum Ausdruck bringen und seine Vorstellungskraft entwickeln konnte.
Für den Autor von Notre-Dame de Paris musste das Mittelalter natürlich eine große Inspiration sein. In seinem Werk finden sich spektakuläre, massive und hagere Burgen, Städte mit verwinkelten Straßen, Glockentürmen und Türmen, düstere und seltsame Ruinen sowie fantastische und furchterregende Kreaturen.
Um diese Epoche, zu deren Wiederentdeckung nach zwei Jahrhunderten des Schweigens er und einige andere beitrugen, wiederzugeben, verwendete Hugo eine düstere Malweise, in der er Tusche, Kohle und schwarze Bleistifte mischte, und verlieh seinen Kompositionen jenes geheimnisvolle, unheimliche und poetische Aussehen, das romantischen Gemütern gut zu Gesicht stand.
